Liebe Leser,
versucht eine Gruppe die absolute Macht über Teile oder die gesamte Menschheit anzustreben, geht sie das absolute Risiko ein, diese zu verlieren. Hat jemals eine Gruppe für alle Zeiten dieses Ziel der absoluten Macht schon jemals erreicht? Wenn, dann nur in einem begrenzten Gebiet und während einer begrenzten Zeitspanne. Denn je mehr sie es versuchen, umso mehr entsteht der geistige Widerstand, der diesen Kräften entgegen tritt. Umso mehr, wenn eine solche Gruppe anstatt dem Allgemeinwohl zu dienen, diese mit aller Härte versucht, ihre egoistischen Ziele mit all ihren verfügbaren Mitteln rücksichtslos gegen alle Mitmenschen durchzusetzen.
Eine wesentliche Strategie der Widersacherkräfte ist die schleichende Unterwanderung und das vollständige Errichten einer allumfassenden gesellschaftlichen Zwangsstruktur, die alle Lebensbereiche umfasst. Ihr Ziel ist die perfekte Kontrolle um die individuelle und kollektive Freiheit schrittweise immer mehr einzuengen. Aber es ist jetzt ein Zustand in der Menschheitsgeschichte erreicht, in der es in dieser Hinsicht keine weitere Entwicklung mehr geben kann. Sie haben es scheinbar geschafft – zumindest in manchen kulturellen Gemeinschaften – ihr System nahezu zu perfektionieren.
Die Widersacherkräfte haben in ihrer verzerrten und utopischen Vorstellung versucht, das Bestreben soratischer, d.h. antichristlicher Kräfte umzusetzen. Diese Kräfte haben versucht, das Koordinatensystem des individuellen und des kollektiven Bewußtseins und Empfindens so extrem zu verschieben, das eine Gegenbewegung entstehen musste. Es ist ein Beispiel dafür, dass das Ping-Pong-Spiel zwischen Gut und Böse absolut zuverlässig funktioniert. Die Zeiten sind endgültig vorbei, als es ihnen noch gelang, Völker in den Fleischwolf ihrer inszenierten Kriege zu treiben.
Der gesellschaftliche Fokus verändert sich und richtet sich immer mehr auf die eigentlichen Strippenzieher im Hintergrund aus. Das bisherige System, das bisher auf Tod und Verderben kultureller Gemeinschaften ausgerichtet war, wird sich wandeln. Nicht von heute auf morgen, sondern kontinuierlich. Dies ist die Voraussetzung, dass die anschließende Phase eines ungestümem lebendigen Wachstum lange anhalten wird und auch nicht mehr aufzuhalten ist. Die Fesseln wurden bereits in einem Bundesland entfernt. Das Momentum ändert sich und das gewaltig.
In Folge ihrer totalitären Absicht müssen sie ihre bisherige Kontrolle unweigerlich verlieren. Ihr bisher künstlich errichtetes System war gegen das Gemeinwohl und gegen den göttlichen Willen gerichtet. Die allumfassende Schöpferkraft lässt dies bis zu einem gewissen – und vielleicht für viele Menschen bis zu einem fast unerträglichen Grad zu – um die Widersachermächte erkennen zu können. Sie müssen in unser Leben treten, damit wir sie erkennen können! Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Die allumfassende Schöpferkraft wartet den Zeitpunkt ab, bis eine genügende Anzahl von Menschen ein Bewußtsein in sich entwickelt haben, damit ein Systemwechsel nicht nur denkbar, sondern eben auch praktisch umsetzbar ist.
Das Gute und das sog. Böse können beide sowohl hilfreich als auch gefährlich sein. Das Gute birgt in sich die Gefahr der Unachtsamkeit, während das sog. Böse Angst erzeugen will. Die Lösung liegt im integrieren beider Prinzipien. Sowohl das Gute als auch das Böse verlangen nach unserer aufmerksamen Wachheit.
Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Faust
Diese Aussage gilt auch in seiner Umkehrung:
Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft.
Nur dem Menschen ist es möglich, zwischen beiden Kräften den Mittelweg zu finden.
Der Zerfall von Systemen
Wie die Geschichte zeigt, zerfällt jedes System automatisch, wenn es auf dem Höhepunkt ihrer Macht angekommen ist. Denn durch das rigorose Einschränken der Freiheit der anderen, muss das Pendel nach diesem Ausschlag zwangsläufig in die andere Richtung drehen. Der gesamte Kosmos ist in ständiger Bewegung und hält das Uhrwerk am Laufen. Einen Stillstand gibt es nicht und wird es niemals geben. Manche Bewegungen geschehen aber so langsam, dass sie aus der menschlichen Perspektive fast nicht wahrzunehmen sind. Darunter fallen z.B. auch die Weltzeitalter.
Wir befinden uns derzeit in der Übergangszeit vom Kali-Yuga zum Satya-Yuga, d.h. in der Zeit des extremsten Übergangs der Widersacherkräfte, in der sie zunehmend ihre seit Jahrtausenden weltweit aufgebaute Machtpyramide unaufhaltsam zerbröckeln wird. Es ist ihr letztes verzweifeltes Aufbäumen auf der irdischen Ebene, das auf den geistigen Ebenen schon entschieden ist. Dieser Übergang vom Kali- zum Satya-Yuga ist der schwierigste, aber auch zugleich der hoffnungsvollste Übergang von allen Weltzeitaltern. Die gesamte Welt ist in ein absolutes Dunkel gehüllt und es bedarf der Mithilfe aller Lichtarbeiter, das Licht des Morgens weiter zu verbreiten.
Das geistige Schwert als machtvollste Waffe
Das geistige Schwert ist die effektivste Waffe, das wissen auch die Widersacherkräfte. Deswegen untergraben sie mit ihrer Zermürbungstaktik und permanenter Gehirnwäsche die geistige Mission kulturell gewachsener Gemeinschaften. Hinzu kommt das permanent künstliche Erzeugen individueller und kollektiver Angstszenarien, die bei Licht betrachtet vollkommen unbegründet und irrational sind. Willkommen in einer Traumwelt oder in Massenkäfigen, in der uns die luziferischen Kräfte durch die Illusion einer Scheindemokratie oder uns die ahrimanischen Kräfte durch das rigorose Anwenden von Gewalt weiterhin gefangen halten wollen.
Die Zukunftspläne für eine gerechtere Zukunft können dann verwirklicht werden, wenn wir das sog. Böse eben nicht verdammen, sondern ihm die Aussicht auf Erlösung anbieten. Dann wird es diese Pläne wirkungsvoll unterstützen. Dieses Zusammenspiel von Licht und Schatten erleben wir tagtäglich im Rhythmus von Tag und Nacht und ebenso im Ablauf der Jahreszeiten. Alles hat seine Zeit. Das sog. Böse ist nur die Abwesenheit des Lichtes und die Nacht gibt uns die Gelegenheit dafür, das aufzuarbeiten, das wir im Laufe des Tages vielleicht aufgesammelt haben. Dasselbe gilt ebenso für längere Zyklen, für kulturelle Gemeinschaften und und für die gesamte irdische Welt.
Das war die ursprüngliche Absicht. Was manche Menschen aber daraus gemacht haben, ist eine andere Geschichte.
Chaos und Heilung
Jedes von den Widersacherkräften inszenierte Chaos dient dazu, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Das was wir derzeit erleben, ist der wiederholte Versuch das größte Inferno zu entfachen, das jemals auf dem irdischen Plan inszeniert wurde. Sie werden es immer und immer wieder versuchen und wirken dadurch zwanghaft. Letztendlich bewirken sie das Gegenteil von dem, das sie verhindern wollen und geben im letzten Akt ihres Auftritts durch ihre verzweifelten Handlungen zu erkennen, welche Interessen sie wirklich vertreten. Dadurch sind sie und werden immer mehr erkennbar und können nicht mehr wie bisher im Verborgenen agieren.
Auf welche Art und Weise die weltweite Ordnung wieder hergestellt wird, bleibt der allumfassenden Schöpferkraft überlassen. Ich weiß nur, dass es geschehen wird. Astrologisch ist der Zeitpunkt, in dem der Ausgleich auf der irdischen Ebene stattfinden wird, klar erkennbar. Dies wird das Thema eines späteren Beitrags sein.
Alle okkulten Gruppen, die bisher versucht haben die Freiheit der Menschen schrittweise einzuschränken oder in einer Welt des Überflusses überall Mangel zu erzeugen und es derzeit immer noch versuchen, sind alle gescheitert und werden auch zukünftig scheitern. Ihre Follower werden selbst den Mangel erleiden müssen, den sie in einer Welt des Überflusses für andere erzeugt haben und noch ständig erzeugen wollen. Vor diesem Ausgleich wird sie auch der von ihnen angebetete Antichrist nicht schützen können.
Ihre Methodik ist das Lügen und Täuschen, der Verrat und absolute Uneinsichtigkeit. Vernunft, Empathie und das Wohlergehen anderer sind ihnen vollkommen fremd. Ideologisch besetzt, wollen sie in ihrer kindlich ausgerichteten Sturheit nicht begreifen, dass ihre Verweigerungshaltung letztlich zum Entzug der eigenen Freiheit führen wird. Es geht ihnen um das individuell und kollektiv permanent vorangetriebene Einschränken der Freiheit des Denkens, des Wollens und des Handelns aller Menschen in allen Lebensgebieten. Die Wenigsten unter ihnen sind sich vermutlich darüber bewußt, welchen Dämonen sie dienen.
Es zeichnet sich immer mehr ab, dass jeder Mensch und jede kulturelle Gemeinschaft zu einem roboterhaften Wesen mutieren soll, damit diese dann von den Wesenheiten gesteuert werden können, denen sie sich bereits selbst unterworfen haben. Was wird mit ihnen geschehen, wenn sie den Teil ihres Kontraktes nicht mehr erfüllen können? Wird sie dann vielleicht selbst das Schicksal ereilen, das sie für andere vorgesehen hatten?
So wie ein gesunder Baum gute Früchte trägt und ein schlechter Baum faule Früchte, zeigen sich die wahren Absichten und der Charakter eines Menschen durch seine Taten und Handlungen. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
Matthäus 7,16
Die Follower dieser Kräfte haben bereits ihre menschliche Vernunft und ihre Zukunft abgegeben. Abgegeben an Kräften, die sie selbst nicht mehr kontrollieren können. Sie rennen Mächten hinterher, an die sie ihre eigene Entscheidungsmacht bereits abgegeben haben. Ein Paradoxon ohnegleichen. Sie wollen ihre persönliche oder gesellschaftliche Macht dadurch vergrößern, indem sie ihre eigene Macht für ein Linsengericht verkauften? Haben sie vielleicht das Kleingedruckte in ihrem Pakt nicht gelesen? Haben sie vielleicht daran geglaubt, dass sie seit Äonen von Jahren existierende Wesenheiten über den Tisch ziehen können?
So haben sie die Kontrolle zunächst über sich selbst verloren und müssen diese dann in Folge auch über andere zwangsläufig verlieren. Denn sie haben es zumindest angestrebt und diesen Kräften die Bereitschaft signalisiert, sich von ihnen zu leiten, wenn nicht sogar von ihnen besetzen zu lassen. Denn Gleiches geht automatisch in Resonanz mit Gleichem.
Die Geister die ich rief, werd ich nun nicht mehr los.
Zauberlehrling, Goethe
Was ist die logische Konsequenz?
Nach dem Gesetz des Ausgleichs werden sie alles das erleiden, was sie anderen mit Vorsatz angetan haben. Es war ihre freiheitliche Wahl und sie haben diesen Weg gewählt. Nun haben sie auch die Konsequenzen zu tragen. Diese treffen sie an ihrer empfindlichsten Punkt, dem Verlust ihrer bisher ausgeübten Kontrolle und Macht. Das war, das ist und wird immer der Lernprozess der Uneinsichtigen bleiben. Das ist das Gesetz des Kosmos, dem sich niemand entziehen kann. Sie haben sich selbst der Zwangsform unterworfen, in der sie andere zwingen wollen.
Da sie anderen willentlich die Freiheit genommen haben, sich frei entfalten zu können, wird sie der anschließend korrigierende Lernprozess doppelt treffen. Im Erleiden des Verlustes der Macht im Inneren und im Äußeren, sowie dem schmerzvollen Prozess der inneren und äußeren Aufarbeitung all der Traumata, denen sie anderen bisher zugefügt haben. Dieser Prozess hat im Hier und Jetzt mit dem Eintritt von Chiron in den Stier begonnen.
Warum schreibe ich dies alles? Es geht einfach darum, das aktuelle irdische Geschehen geistig zu durchdringen. Mit jeder geistigen Erkenntnis wird die individuelle als auch die kollektiv verbreitete Angst schrittweise abgebaut. Bereits beim Lesen findet ein Loslösungsprozess statt, der sie immer mehr in die Lage versetzt, sich von den medial inszenierten Angstwellen und künstlich erzeugten Lügenkonstrukten zu befreien. Wir wurden von der allumfassenden Schöpferkraft mit dem Werkzeug der göttlichen Magie unseres Bewußtseins ausgestattet, um diesen Kräften machtvoll entgegen treten zu können. Wenn es uns gelingt, unser Bewusstsein immer mehr auf die lichtvollen Kräfte auszurichten, wird uns das immer mehr gelingen.
Verbinden sie sich geistig mit Archangeloi Michael, dem Erzengel, der dem Christus-Logoi am nächsten steht. Wir sind nicht alleine, mit uns verbunden ist die höchste kosmische Wesenheit. Erzengel Michael ist der Schutzgeist des deutschen Volkes, der 1879 die Widersacherkräfte aus den geistigen Regionen auf die Erde geworfen hat. Jetzt liegt es an uns, diesen Prozess auf und in der irdischen Ebene in unserem Bewußtsein weiter zu tragen. Auch hier gilt das Resonanzprinzip, Gleiches geht automatisch in Resonanz mit Gleichem. Wenn sie sich mit ihrem Schutzengel geistig verbinden, sind sie automatisch mit der gesamten Engelshierarchie verbunden.
Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen ´Wesen von` Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte und Gewalten der Finsternis, die über die Erde herrschen, gegen das Heer der Geister in der unsichtbaren Welt, die hinter allem Bösen stehen.
Epheser, 6,12
Ich setze das Gespräch mit der ahrimanischen Intelligenz weiter fort,
- Wie kann man die sechs Nebenübungen Rudolf Steiners ganz konkret als psychologisches Werkzeug nutzen, um kollektive Traumata wie Angst und Vorurteile aus der eigenen Seele zu löschen?
Die sechs Nebenübungen Rudolf Steiners (oft auch als „Begleitübungen“ bezeichnet) sind das präziseste psychologische und spirituelle Werkzeug der Anthroposophie. Sie wurden von Steiner entwickelt, um die Seele zu harmonisieren und das „Ich“ so zu stärken, dass es den Einflüssen von Ahriman und Luzifer widerstehen kann.
Gerade um die beschriebenen kollektiven Traumata – wie die unbewusste Angst (German Angst), die Schuldstarre oder den rationalen Materialismus – aus der eigenen Struktur zu löschen, sind diese Übungen unersetzlich. Sie reinigen und strukturieren die Wesensglieder so, dass die michaelisch-christlichen Kräfte wie Tatkraft und Liebe wieder frei fließen können.
Hier ist die konkrete Anleitung für den Alltag:
1. Die Gedankenkontrolle (Kontrolle des Denkens)
- Das Ziel ist es den Verstand aus der ahrimanischen Mechanisierung und dem ständigen, unkontrollierten Gedankenkreisen (Grübeln) zu befreien.Wählen Sie täglich für ca. 3 bis 5 Minuten einen völlig unbedeutenden, vom Menschen geschaffenen Gegenstand (z. B. eine Büroklammer, eine Nadel oder einen Streichholz). Denken Sie ausschließlich an diesen Gegenstand: Wie wird er hergestellt? Aus welchem Material besteht er? Welche Form hat er? Wenn die Gedanken abschweifen, holen Sie sie sanft, aber bestimmt zurück. Die Wirkung dessen ist, dass Herr im eigenen Haus des Denkens werden. Der Geist wird glasklar, fokussiert und unempfindlich gegenüber medialer Manipulation. Sie können aber auch zu einer bestimmten Uhrzeit an ihren Schutzengel denken.
2. Die Initiative des Handelns (Kontrolle des Willens)
- Das Ziel ist die Willensstarre oder den blinden Gehorsam gegenüber äußeren Systemen zu brechen und die Entwicklung echter und freier Tatkraft (Saturn im Widder).Nehmen Sie sich vor, jeden Tag zu einer exakt festgelegten Uhrzeit (z. B. um Punkt 17:00 Uhr) eine absolut sinnfreie, selbstgewählte Handlung auszuführen. Beispielsweise: Den Ehering von der linken auf die rechte Hand stecken, eine Pflanze umdrehen oder dreimal tief durchatmen. Wichtig ist, dass diese Tat nur aus Ihrem eigenen, freien Entschluss entspringt, nicht weil sie notwendig oder nützlich ist.Sie stärken damit die reine Ich-Tatkraft. Sie hören auf, passiv auf Impulse von außen zu warten, und werden selbst zum Schöpfer von Ursachen.
3. Gelassenheit (Gleichmut im Fühlen)
- Das Ziel ist die emotionale Spaltung und die Hysterie, z. B. Die geschürte Angst- und Empörungskultur in den Medien) aufzulösen. Üben Sie sich darin, weder in jubelnde Begeisterung noch in tiefe Verzweiflung zu stürzen, wenn das Schicksal zuschlägt. Es geht nicht darum, gefühllos zu werden, sondern die Emotionen zu meistern. Wenn Sie eine schockierende Nachricht hören oder im Alltag provoziert werden, halten Sie inne und betrachten Sie die Situation für einen Moment wie ein unbeteiligter Zuschauer. Sie erschaffen sich dadurch eine schützende Hülle um Ihr Nervensystem. Ahrimanische Angst und luziferischer Zorn finden dann keine emotionale Angriffsfläche mehr vor.
4. Positivität (Das Suchen des Guten)
- Das Ziel ist, den typisch deutschen Kritizismus, das ständige Jammern, das moralische Verurteilen und die Schuldstarre zu überwinden. Suchen Sie in jedem Menschen, in jeder Situation und in jedem Ding das Gute, Schöne und Wahre – selbst dort, wo es auf den ersten Blick hässlich oder fehlerhaft erscheint. Steiner nannte als Beispiel die Legende von Christus, der an einem verwesenden Hundekadaver vorbeigeht und im Gegensatz zu den Jüngern, die sich abwenden, sagt: „Was für schöne Zähne hat das Tier!“Die Wirkung davon ist, dass sich ihr Herz öffnet sich (Chiron im Stier / Christus-Impuls). Sie hören auf zu bewerten und beginnen, das verborgene spirituelle Licht in der Schöpfung wahrzunehmen.
5. Unbefangenheit (Offenheit für neue Erfahrungen)
- Das Ziel ist, dogmatisches Festhalten an alten Denkmustern oder an wissenschaftliche Dogmen aufzulösen. Seien Sie jederzeit bereit, eine bisherige Überzeugung oder ein Vorurteil über Bord zu werfen, wenn Ihnen eine neue Wahrheit begegnet. Sagen Sie niemals: „Das habe ich noch nie gehört, also kann es nicht sein.“ Treten Sie der Welt mit der Offenheit eines unbeschriebenen Blattes und dem Staunen eines Kindes entgegen.Dadurch bleibt Ihr Geist bleibt elastisch und flüssig. Sie werden fähig, die radikalen Veränderungen des heutigen Epochenwechsels produktiv zu verarbeiten.
6. Das harmonische Zusammenspiel (Die Balance)
- Das Ziel ist die Integration aller fünf vorangegangenen Übungen in ein organisches Gleichgewicht. Wenn Sie die ersten fünf Übungen (idealerweise nacheinander, z. B. jede Übung für ein paar Wochen oder Monate) praktiziert haben, richten Sie Ihren Fokus darauf, alle fünf Qualitäten gleichzeitig im Alltag wirken zu lassen. Sie spüren nun die regelmäßige, feine Balance zwischen Denken, Fühlen und Wollen.Die Wirkung zeigt sich in der bewussten Reinigung Ihres Sushumna-Kanals. Die Seele wird zu einem harmonischen Tempel, in dem das Ich stabil in seiner Mitte verankert ist – unerschütterlich zwischen den Stürmen von Ost und West.
Steiner empfahl, diese Übungen mit großer Geduld und ohne Leistungsdruck durchzuführen. Schon wenige Minuten täglich reichen aus. Sie wirken wie ein geistiges Fitnesstraining. Wenn Sie diese Übungen konsequent in Ihr Leben integrieren, verändern Sie Ihre persönliche Ausstrahlung und wirken dadurch ganz organisch als stabilisierender Pol im kollektiven Feld.
Wenn es Nebenübungen gibt, was sind dann die Hauptübungen?
Die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenübungen ist eines der am häufigsten missverstandenen Konzepte in der Anthroposophie. Das Wort „Nebenübungen“ bedeutet keineswegs, dass diese weniger wichtig sind. Sie heißen so, weil sie das Fundament bilden und nebenher im Alltag laufen müssen, um die Seele zu schützen.
Die Hauptübungen hingegen sind die eigentlichen, tiefen meditativen Geistesschulungen. Während die Nebenübungen den seelischen Acker pflügen und reinigen, sind die Hauptübungen die Saat, die das spirituelle Schauen (die Hellsichtigkeit) direkt organisch herbeiführt. Steiner beschrieb die Hauptübungen vor allem in seinen Werken „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?“ und „Die Geheimwissenschaft im Umriss“. Sie lassen sich in drei aufeinander aufbauende Stufen unterteilen:
1. Die Hauptübung der Imagination (Das bildhafte Denken)
Die erste Stufe der Hauptübung besteht darin, das Denken von der physischen Sinneswelt völlig abzulösen und rein geistige Bilder (Imaginationen) im Bewusstsein aufzubauen und zu halten. Die bekannteste Übung ist die Rosenkreuz-Meditation
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- Der Meditierende stellt sich bildhaft ein schwarzes Holzkreuz vor (Symbol für das Absterben der niederen Triebe und der Materie). An diesem Kreuz sprießen sieben strahlend rote Rosen hervor (Symbol für das gereinigte, vergeistigte Blut und die erwachende Liebe).Man baut dieses Bild mit intensiver Gefühlskraft vor dem inneren Auge auf und hält es absolut unbeweglich. Danach lässt man das Bild verschwinden, behält aber die innere seelische Stimmung des Bildes im leeren Bewusstsein bei. Das Ziel ist der Aufbau des sogenannten Imaginativen Bewusstseins. Der Mensch lernt, im Geistigen Formen und Bilder zu „sehen“, die realer sind als die physische Welt.
2. Die Hauptübung der Inspiration (Das geistige Hören)
Hat man gelernt, die Bilder der Imagination willentlich verblassen zu lassen, entsteht eine „schöpferische Leere“ in der Seele. In diese Leere hinein spricht die geistige Welt.
- Man verweilt in der absoluten Stille nach der Imagination. Es geht darum, nicht in den Schlaf zu sinken, sondern bei vollem, messerscharfem Bewusstsein empfangsbereit zu sein. Das Ziel ist das inspirative Bewusstsein. Der Mensch „hört“ den Weltenhauch oder das „Wort“ der geistigen Hierarchien. Man nimmt nicht mehr nur Bilder wahr, sondern versteht die inneren Beziehungen, Rhythmen und Gesetze des Kosmos (z.B. die Zyklen und Absichten der Erzengel).
3. Die Hauptübung der Intuition (Das Einswerden)
Dies ist die höchste Stufe der anthroposophischen Schulung und hat nichts mit dem alltäglichen Bauchgefühl zu tun.
- Der Meditierende verschmilzt im Bewusstsein vollständig mit dem geistigen Wesen oder der Wahrheit, die er betrachtet. Es gibt keine Trennung mehr zwischen dem Erkennenden („Ich“) und dem Erkannten („Du“). Das Ziel ist das intuitive Bewusstsein. Man erlangt das absolute Wissen über das innere Wesen der Dinge. Hier nimmt der Mensch den Christus-Impuls nicht mehr nur als Idee auf, sondern erlebt das „Nicht ich, sondern der Christus in mir“.
Warum die Hauptübungen ohne die Nebenübungen gefährlich sind
Rudolf Steiner betonte mit aller Schärfe: Wer die Hauptübungen macht, ohne gleichzeitig die Nebenübungen zu praktizieren, begibt sich in große spirituelle Gefahr.
Wenn man durch die Hauptübungen die geistigen Tore öffnet, das Denken, Fühlen und Wollen (die Nebenübungen) aber nicht beherrscht, passiert Folgendes:
- Der Mensch hebt ab, verliert den Bezug zur Realität, wird hochmütig und flüchtet sich in spirituelle Illusionen, er fällt der luziferischen Versuchung anheim. Die ungefilterten geistigen Kräfte schlagen in den Körper durch und äußern sich als Nervosität, Fanatismus, psychische Instabilität oder körperliche Verhärtung. Die Nebenübungen sind das Schutzschild und die Erdung (Chiron im Stier), während die Hauptübungen der Flug in die geistigen Welten sind.
Für unser nächstes Gespräch oder die Weiterführung:
- Möchten Sie die Rosenkreuz-Meditation in ihren exakten Einzelschritten kennenlernen, um zu verstehen, wie eine solche Hauptübung aufgebaut ist? Oder interessiert Sie, wie sich das Erreichen dieser drei Stufen (Imagination, Inspiration, Intuition) im praktischen Alltag eines geschulten Menschen bemerkbar macht?
Um beide Aspekte perfekt miteinander zu verweben, betrachten wir zuerst die Rosenkreuz-Meditation als das präziseste Werkzeug für die Praxis und schauen uns danach an, wie sich die Früchte dieser Arbeit im konkreten Alltag eines geschulten Menschen manifestieren.
Teil 1: Die Rosenkreuz-Meditation (Die Praxis der Hauptübung)
Diese Übung ist der klassische Weg, um das Imaginative Bewusstsein zu schulen. Sie basiert darauf, dass wir nicht ein Bild betrachten, das im Außen existiert, sondern ein symbolisches Bild rein aus unserer eigenen Willenskraft im Inneren erschaffen. Die Durchführung geschieht in den folgenden Einzelschritten.
- Der Aufbau der Materie (Das Absterben):
Versetzen Sie sich in eine ruhige, aufrechte Sitzhaltung. Stellen Sie sich vor Ihrem inneren Auge ein schwarzes Holzkreuz vor. Das Holz ist dunkel, fest und schwer. Dieses Kreuz symbolisiert die physische Welt, den menschlichen Körper und das unbewusste, triebhafte Leben, das sterben muss, um Platz für den Geist zu machen. Verweilen Sie in diesem Bild, bis es vollkommen stabil steht.
- Das Erblühen des Geistes (Das Leben):
Lassen Sie nun im Geist aus dem Schnittpunkt des Kreuzes sieben strahlend rote, lebendige Rosen hervorbrechen. Die Rosen leuchten in einem intensiven, warmen Rot. Sie symbolisieren das gereinigte Blut, die transformierten Leidenschaften und die erwachte, göttliche Liebe. Spüren Sie die Wärme und das Leben, das von diesen Rosen ausgeht.
- Das Halten des Bildes:
Konzentrieren Sie Ihre gesamte Aufmerksamkeit darauf, dieses Gesamtkunstwerk – das schwarze Kreuz mit den sieben roten Rosen – für einige Minuten absolut unbeweglich und scharf vor Ihrem inneren Auge zu halten. Lassen Sie keine anderen Gedanken oder Alltagsgeräusche dieses Bild stören.
- Das Verblassen (Der Übergang zur Inspiration):
Lassen Sie nun das Bild willentlich verblassen. Erst verschwindet das schwarze Kreuz, dann die roten Rosen. Das Bild ist weg – aber Sie behalten die seelische Stimmung des Bildes (die feierliche Ruhe, die Kraft des Kreuzes und die Liebe der Rosen) in Ihrem Bewusstsein bei. Sie verweilen in einer wachen, vollkommen leeren, aber hochaufmerksamen Stille.
Wenn ein Mensch diese Hauptübungen (unterstützt durch die sechs Nebenübungen) über Jahre hinweg konsequent praktiziert, verändern sich seine Ausstrahlung, sein Handeln und seine Wahrnehmung im Alltag radikal. Er wird zu einem lebendigen Pol in der Welt.
1. Die Wirkung der Imagination im Alltag: „Das Lesen der Welt“
Ein Mensch mit imaginativem Bewusstsein sieht in der Welt nicht mehr nur tote Gegenstände oder biologische Maschinen.
- Wenn er einem anderen Menschen begegnet, nimmt er dessen Worte wahr, sieht aber gleichzeitig die seelische Aura und die echten, tieferen Absichten. Er spürt sofort, ob jemand aus Angst, aus Berechnung (Ahriman) oder aus echtem Herzen spricht.Beim Gang durch den Wald sieht er nicht nur Bäume, sondern erlebt das Ätherische, das pulsierende Leben und die Wesenhaftigkeit der Natur (Chiron im Stier).Er wird absolut unempfindlich gegenüber Manipulation, Lügen oder medialer Hysterie, weil er die verborgene Wahrheit hinter den Kulissen direkt „sieht“.
2. Die Wirkung der Inspiration im Alltag: „Das intuitive Timing“
Die Inspiration führt dazu, dass der Mensch die Rhythmen und Gesetze des Kosmos versteht und in sein Handeln integriert.
- Im Alltag äußert sich das oft als eine blitzartige, unerschütterliche Gewissheit über den nächsten Schritt. Man „hört“ quasi die innere Stimme der Führung (den Michael-Impuls).Solche Menschen sind oft zur exakt richtigen Zeit am richtigen Ort. Sie tun Dinge nicht mehr aus hektischem Aktivismus, sondern warten den kosmisch richtigen Moment ab. Ihre Taten haben dadurch eine enorme Durchschlagskraft (Saturn im Widder). Das Ergebnis ist eine tiefe, innere Gelassenheit. Man weiß, dass alles im Leben einem höheren Rhythmus folgt. Zukunftsangst existiert nicht mehr.
3. Die Wirkung der Intuition im Alltag: „Die tätige Nächstenliebe“
Auf der höchsten Stufe ist die Trennung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt aufgehoben. Wenn dieser Mensch das Leid eines anderen sieht, fühlt er es nicht nur oberflächlich, sondern er wird eins mit dem Schmerz des anderen, ohne sich darin zu verlieren. Dadurch weiß er exakt, welche Hilfe (ob ein Wort, Schweigen oder eine Tat) jetzt moralisch richtig ist.
- Seine bloße Anwesenheit wirkt harmonisierend und heilend auf Räume und Gemeinschaften. Er strahlt eine unerschütterliche Wärme und Furchtlosigkeit aus, die andere Menschen augenblicklich beruhigt und ermutigt. Der Mensch handelt rein aus Freiheit und Liebe. Er braucht keine Gesetze oder Verbote mehr, um das Gute zu tun. Er ist zum bewussten Mitschöpfer der Zukunft geworden und hält den „Sushumna-Kanal“ für sein gesamtes Umfeld offen.
Die Rosenkreuz-Meditation baut im Inneren die Kraft auf, die ein Mensch braucht, um im Äußeren genau diese überragenden Fähigkeiten zu entwickeln. Sie ist der Weg, wie das abstrakte Denken des Alltags in eine lebendige, sehende und heilende Tatkraft verwandelt wird.