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Das wahre Sein erscheint (17)

Liebe Leser,

wir befinden uns derzeit in der Phase der Menschheitsgeschichte, in der der Mensch lernt, das Denken so zu veredeln, dass er die geistigen Hintergründe der Welt selbstständig erkennen soll. Das Erkennen der Widersacher ist dabei absolut notwendig. Man erkennt sie in den gesellschaftlichen Strukturen, in der einseitigen Wissenschaft und in den zerstörerischen Tendenzen der Zeit.

Früher stand die Menschheit unter dem Schutz wohlwollender geistiger Mächte. Um aber zur Freiheit zu gelangen, musste dieser Schutz schrittweise zurückgezogen werden. Dadurch wurde der Raum frei für die Einflüsse von Luzifer und Ahriman. Dieser Prozess begann 1879 mit dem Sturz der Geister der Finsternis und leitete das Zeitalter des Erzengels Michaels, dem Volksgeist der Deutschen ein.

Die Menschheit steht vor der Herausforderung, die „ahrimanischen Mächte“ (die Tendenz zur reinen Materialisierung und Mechanisierung der Welt) kollektiv und objektiv zu durchschauen. Die derzeit technisierte und intellektualisierte Zivilisation der Gegenwart ist das kollektive Feld, auf dem die Menschheit lernen muss, den Geist in der Materie wiederzufinden, anstatt sich von ihr versklaven zu lassen.

Dieser Kampf ist eine kosmische Auseinandersetzung, die sich nun im Bewusstsein jedes einzelnen Menschen und in der derzeitigen Kulturform vollzieht. Es handelt sich um einen „Reifeprozess“ der Gattung Mensch: Wir werden mit den Widersachern konfrontiert, damit wir an dem Widerstand, den sie leisten, unsere eigenen geistigen Kräfte (das Ich) erstarken lassen können. Dies ist eine notwendige Krisenphase der globalen Zivilisation. Die Chance dieser Entwicklung liegt darin, dass der Mensch durch die Reibung an den Widerständen seine wahre Freiheit und dadurch ein selbstbewusstes Ich entwickelt.

Früher war die Menschheit instinktiv mit dem Geistigen verbunden (wie ein Kind an der Hand der Eltern). In der aktuellen Phase werden wir „alleingelassen“, um aus eigener Kraft – durch freies Denken und Handeln – zum Geist zurückzufinden. Unser Denken sollte so scharf und klar sein, wie das eines Naturwissenschaftlers. Die Lichtseite ist, diese Klarheit nun auf die geistige Welt anzuwenden. Erst dadurch werden wir unempfänglich für Manipulation und religiösen Fanatismus. Wir werden zu geistig freien Individuen, die nicht mehr glauben müssen, sondern aus Einsicht handeln.

Mit dem Sturz der Geister der Finsternis wurde die Hand der Eltern vom Kinde losgelassen. Die bisherige Verantwortung der Eltern wurde auf das Kind übertragen. Sie hatten ihr Werk vollbracht und gleichzeitig ein sehr umfangreiches geistiges Betätigungsfeld für ihren Nachwuchs zur Verfügung gestellt. Wenn auch die geistig-wohlwollenden Kräfte die Hand des Kindes losgelassen haben, kann das flügge gewordene Kind, immer noch mit den Eltern kommunizieren.

In meinem vorletzten Beitrag hatte ich die spirituellen Hintergründe aufgeführt, die dazu beigetragen haben, wodurch die Deutschen in den Fokus der Widersacherkräfte geraten waren. Das war eben noch zu der Zeit, als sie vom Erzengel Michael beschützt wurden, z.B. im Jahre 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld.

Ca. 900 Jahre später war der Zeitpunkt gekommen, das Reichskanzler Otto von Bismarck
eben durch sein freies Denken und Handeln versuchte, als erster Staat in der Welt durch den Kulturkampf in den 1870er Jahren das Deutsche Reich vom Einfluss der Katholischen Kirche zu lösen und die bisherige Macht der Kirche, d.h. der Jesuiten zu schwächen. Bismarck erkannte als erster das Wirken des Tiefen Staates und wollte sich von ihm befreien. Dies musste natürlich Konsequenzen haben. In Folge dessen wurden zwei Weltkriege inszeniert, um die Deutschen wieder unter das Joch der Kirche zu bringen.

Dies war nur der Auftakt. Dann kam die Wende. Zuerst in Deutschland, dann in den USA. Russland zog sich militärisch aus Deutschland zurück und widmete sich dem Aufbau von BRICS.

Ca. 150 Jahre nach der Gründung des Deutschen Reiches wollen sich zunehmend alle Staaten dieser Welt – sofern sie welche sind – von der allgegenwärtigen Hintergrundmacht des Tiefen Staates befreien. Das Deutsche Reich löste sich mit seiner Verfassung 1871 als erster Staat offiziell vom Tiefen Staat und nahm eine Vorreiterrolle ein, der heute alle Staaten folgen wollen. Die Situation hat sich gedreht. Heute stellen sich die Nachfolge-Repräsentanten gegen die gesamte bereits aufgewachte Welt.

Ein lebendes Beispiel dafür, wie man dem Dreigestirn des absoluten Bösen, Luzifer, Ahriman und Sorat gleichzeitig verfallen kann. Dem der verlockenden Illusion, der verliehenen Scheinmacht und dem Antichristen. Hinzu kommt ein völlig absurder Realitätsverlust und die totale Verweigerung, sich das einzugestehen.

Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten sein und die Letzten werden die Ersten sein.
Matthäus 19,30

Die Sonne geht im Osten auf
Durch seinen Geburtsort in Kraljevec hat Rudolf Steiner im damaligen Kaisertum Österreich, genauer gesagt an der Grenze zum Königreich Ungarn, aus meiner Sicht den entscheidenden Hinweis dafür gegeben, woher zukünftig die notwendigen geistigen Impulse zur Befreiung aus dem bisherigen Sklavendasein der Menschheit kommen werden.

Dies erklärt warum von den Widersacherkräften seit Jahrzehnten, wenn nicht seit Jahrhunderten dazu aufgerufen wird, diese angebliche Gefahr aus dem Osten immer und immer wieder als das Gefährlichste darzustellen, dass ihr bisher errichtetes weltweites System massiv gefährden könnte. Aus ihrer Sicht, und eben nur aus dieser ist dies durchaus berechtigt. Wieviele Opfer haben all diese Kriege bisher gekostet? Und sie machen weiter. Zum dritten Male versuchen sie, etwas in die Wege zu leiten, das schon zweimal scheiterte.

Dieser geisteswissenschaftlich erkennbare Prozess wird solange fortgesetzt werden müssen, bis dass auf der gesellschaftlichen Ebene ein gemeinschaftlicher Konsens gefunden wird. Dieser Umgestaltungsprozess erfordert ebenfalls, dass in jedem individuellem Ich-Bewußtsein die notwendige Bereitschaft steigt, das nicht nur auf der gesellschaftlichen Ebene, sondern in uns allen ein gemeinsamer Heilungsprozess erforderlich ist. Dieser Heilungsprozess kann nur dadurch in Gang gesetzt werden, in dem man sich von dem löst, was uns alle in diesen Zustand geführt hat.

Der Sonnendämon Sorat
Dieser Heilungsprozess ist heute dringender denn je, denn wir befinden uns heute immer noch in einem Aufarbeitungsphase des bisher mächtigsten Angriffes des Tieres, dem Sonnendämon Sorat. Dieser erfolgt regelmäßig alle 666 Jahre. Der letzte Angriff erfolgte 1998 (=3×666) mir nur einer sehr geringen zeitlichen Verzögerung von drei Jahren (= Abweichung 1,5 Tausendstel) und sollte letztlich den dritten Weltkrieg entfachen. Numerologisch ergibt sich aus 1998 die 1+998 = 999 (die umgedrehte 666 + 333). Die 9 steht für das Ende eines Zyklus und spirituelle Erleuchtung. In der dreifachen Wiederholung sehen manche in 999 eine „Engelszahl“, die für Hilfe und positive Transformation steht. Fakt heute ist, dass dieser Plan erfolgreich verhindert wurde.

In seinem Vortrag, gehalten am 12. September 1924 (GA 346), wird das Jahr 1998 von Steiner als ein Zeitpunkt genannt, an dem das Wirken des Sonnen-Dämons Sorat – dem mächtigsten Gegner des Christus – angekündigt wurde. Er spricht davon, dass es notwendig ist, ein Bewusstsein für spirituelle Zusammenhänge zu entwickeln, um diesem Geschehen entgegen wirken zu können und das dazu eine notwendige Stärkung des Michael- und Christuswirkens erforderlich ist.

Der Umgang mit den Widersacherkräften
Man muss kein Hexenmeister sein, um diese Wesenskräfte im Zaum zu halten. Es genügen rein menschliche Eigenschaften, die jedem zur Verfügung stehen und auch zielgerichtet entwickelt werden können.

Rudolf Steiner empfiehlt, gegenüber den luziferischen Verführungen den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und anstatt der ahrimanischen Versuchung nach äußerer Scheinmacht anheim zu fallen, sich die geistige Macht über sich selbst zu erhalten. Mit jedem Schritt, den man in diese Richtung geht, ermächtigt man sich selbst.

Er erklärt, dass der gesunde Menschenverstand das wichtigste Instrument auf der Erde ist, um die Einflüsse von Luzifer (der uns in Illusionen wie den Faschismus oder in spirituellen Träumereien wiegen will) und Ahriman zu durchschauen. Er betont, dass alles, was ein Geistesforscher sagt, mit dem normalen Verstand überprüfbar sein muss und beschreibt, dass die Seele beim Betreten der geistigen Welt sofort in den Einflussbereich Luzifers gerät.

Luzifer versucht, Scheinbilder (Illusionen und Halluzinationen) zu erzeugen. Als absolut notwendiges Gegengewicht fordert Steiner hier, dass der Schüler einen «gesunden Wirklichkeitssinn» und ein «logisches, klares Denken» aus dem physischen Alltag mitbringt. Wer ohne geschulten Verstand hellseherisch tätig wird, verfällt laut Steiner unweigerlich der luziferischen Täuschung. Man sollte im Alltag mit beiden Beinen fest auf der Erde stehen und warnt vor dem „Sich-Verlieren“ in geistigen Welten und verweist auf die Notwendigkeit, den Verstand als regulative, erdende Kraft zu nutzen.

Während gegenüber Luzifer der nüchterne Menschenverstand das wichtigste Korrektiv bildet, um nicht in spirituelle Träumereien abzugleiten, verlangt der Umgang mit Ahriman genau das Gegenteil. Ahriman verkörpert bereits den rein materiellen, kalten Intellekt und die materialistische Wissenschaft. Um ihm zu begegnen, empfiehlt Rudolf Steiner vor allem, das starre Denken zu verlebendigen, Mut aufzubringen und das Herz aktiv einzubinden. Weil Ahriman den Menschen an das rein Physische, Logische und Mechanische fesseln will, darf das Denken nicht bei den materiellen Fakten stehenbleiben.

Steiner betont, dass das bloße Kennenlernen spiritueller Ideen Ahriman die Kraft nimmt. Ein Denken, das sich für das Übersinnliche öffnet, entzieht sich der ahrimanischen Starrheit. Die Beobachtung der Natur im Sinne Goethes (das Lebendige und sich Verwandelnde sehen, statt nur tote, chemische Bestandteile zu zählen) ist eine direkte Abwehr ahrimanischer Erstarrung.

Transparenz, Mut, Humor und Herzenswärme
Ahriman arbeitet im Verborgenen und nährt sich davon, dass die Menschen seine Existenz leugnen und glauben, die Welt sei rein materiell. Der wirksamste Schutz ist das bewusste Erkennen seiner Absichten. Man soll den Materialismus, die Technisierung und die Bürokratie der modernen Welt nicht hassen oder fliehen, sondern sie vollkommen durchschauen. Sobald der Mensch Ahrimans Einfluss in der Welt klar beim Namen nennt, verliert diese Kraft ihre lähmende Macht.

Ahriman erzeugt Angst vor der Zukunft, Lähmung, Pessimismus und das Gefühl, dem Lauf der Welt (z. B. der fortschreitenden Technisierung) ohnmächtig ausgeliefert zu sein.
Steiner verweist auf den Erzengel Michael als Vorbild, der Ahriman nicht vernichtet, sondern ihn bezwingt. Der Mensch soll Mut, Willensstärke und Initiative im physischen Leben entfalten. Z.B. aktiv an Projekten in der realen Welt arbeiten, in der Erziehung, Landwirtschaft oder sozialen Initiativen, statt nur passiver Konsument zu sein.

Außerdem empfiehlt er Humor als eine geistige Waffe. Gesunder Humor, der über den Dingen stehen kann und die eigene Unwichtigkeit sowie die Erstarrung des Alltags belächelt, bricht die ahrimanische Schwere und Kälte auf. Er bringt die nötige Wärme und Flexibilität zurück in die Seele.

Ahriman versucht, die Menschen zu vereinzeln und sie durch Maschinen, nackte Zahlen oder rein funktionale Kontakte voneinander zu trennen. Die bewusste, liebevolle Zuwendung von Mensch zu Mensch (Empathie, echtes Interesse am Schicksal des anderen) ist das stärkste Schutzschild. Das „Herzensdenken“ verbindet den Verstand mit moralischer Wärme und nimmt Ahriman die Kontrolle über den Intellekt.

Sorat wird von Steiner als eine noch tiefere, zerstörerische Kraft beschrieben – als das „Sonnendämonische“ oder die „Bestie“, die den Zusammenhalt der Menschheit direkt angreift (oft mit dem Materialismus der „Asuras“ verbunden). Gegen Sorat hilft laut Steiner nur die bewusste Entscheidung für die menschliche Freiheit und die Pflege des „Christus-Impulses“ im Inneren. Es ist die Entwicklung der eigenen „Ich“-Kraft zur absoluten ethischen Verantwortung, um der Auflösung durch diese Kraft entgegenzuwirken.

Der Umgang mit Widersachermächten ist nach Steiner ein aktiver Erkenntnisweg. Man soll ihr Wirken erkennen (Wahrheit), sich von ihnen nicht beherrschen lassen (Freiheit) und durch die Stärkung des „Herzensdenkens“ eine höhere Synthese schaffen (Liebe).