Der göttliche Weltenplan


Der göttliche Weltenplan oder das Entwicklungsmodell der allumfassenden Schöpferkraft für die Menschheit

771px-Engelhierarchien_Baptisterium_San_Marco_VenedigUm die Dialektik der göttlichen Offenbarung zu erkennen, ist es hilfreich einen übergeordneten Standpunkt einzunehmen und daraus die Perspektive zu erkennen, die aus Sicht der allumfassenden Schöpferkraft für die Menschheitsentwicklung vorgesehen ist.
Die allumfassende Schöpferkraft hat vollkommen in seinem eigenem Herzen ruhend, einst einen Teil von sich hingegeben um die Menschen zu erschaffen, bzw. sich weiter zu vervollkommnen, bzw. zu expandieren. Dazu hat die allumfassende Schöpferkraft nicht nur irdische Welt erschaffen, sondern auch die dazu notwendigen immer dichter werdenden Zwischenwelten bis hinab zu dem Erscheinen in diesem irdischen Planeten. Von der göttlichen Trinität hinab über die geistigen Hierarchien bis zum Menschen selbst. Damit trägt jeder Mensch einen göttlichen Wesenskern in sich und die Aufgabe des Menschen ist es, diesen in sich selbst zu erkennen.

Aus seiner unermeßlichen und vollkommenen Liebe heraus, tritt die allumfassende Schöpferkraft aus seiner überirdischen Sicht in regelmäßigen Abständen in die irdische Welt, die jedes zeitlich vorstellbare Maß überschreiten. Der Zeitraum, den der gesamten Menschheitsentwicklung für dieses Erkennen einberaumt wurde, ist aus menschlicher Sicht fast unbegreifbar aber aus astronomischer Sicht durchaus vorstellbar, z.B. umfaßt die Restlaufzeit der Sonne ca. fünf Milliarden Jahre, bevor diese als roter Riese im physischen Weltenall vergehen wird. Das vorgezeichnete Ziel der allumfassenden Schöpferkraft für die Menschheit ist, das sich einst möglichst viele seiner von ihm selbst erschaffenen Kinder sich eines Tages an ihren geistigen Schöpfer erinnern.

Immerwährend, von Ewigkeit zu Ewigkeit als zeitlose Wahrheit, Liebe, Wille und in liebevoller Machtenfaltung sich zeigend, geprägt von dem liebevollen Wirken, jedem Menschen die Erkenntnis zu seinem innersten Wesenskern zu verhelfen und ihm gleichzeitig die Freiheit schenkend, sich für den linken Pfad (= für das weitere Entfernen) oder den rechten Pfad (= für die Rückkehr) entscheiden zu können. Eines ist gewiß, die Chancen für eine Rückkehr des Menschen und Besinnung auf seine göttliche Natur sind durchaus hoffnungsvoll, s. Gleichnis des verlorenen Sohnes. Denn jedes Geist-Seele-Wesen wird in vielen Inkarnationen die Erfahrung machen, das es auf der irdischen Ebene keine Beständigkeit gibt, sondern nur die stetige Veränderung.

Deshalb sind sämtliche Heilsversprechen wie tausendjährige oder immerwährende Reiche auf der irdischen Ebene nur eine illusionäre Sehnsucht nach dem, wofür die planetarische Entwicklungsebene nie vorgesehen war. Sollte dies wider Erwarten trotzdem eines Tages trotzdem der Fall sein und möglichst viele Menschen hätten bis zu einem gewissen Grad das gottgleiche Selbst in sich erkannt, so würde dies zur Folge haben, das ein neuer Ausgangspunkt für die Menschheit entstände und in Folge ein weiteres – nach oben offenes – Entwicklungsszenario für den Teil der Menschheit entstehen würde, die den rechten Pfad beschritten haben, sowie ein nach unten offenes Szenario derjenigen Kräfte, die sich für den linken Pfad entschieden haben, aber immer die Möglichkeit haben, umzukehren.

Es ist offensichtlich, das wenn einst die allumfassende Schöpferkraft aus dem Geistigen heraus die irdische Welt und die Menschen  erschaffen hat, diese Trennung auch im Äußeren und im Inneren des Menschen in Erscheinung treten muß. Die sich für den linken Pfad entscheiden oder entschieden haben, können sich jederzeit entscheiden, den ganzen Weg zurück zugehen, um ihren Ausgangspunkt wieder zu erreichen. Diese betrafen sich mit ihrem Tun selbst mit der härtesten Strafe des Menschen, mit der Entfremdung zu ihrem eigenem innersten Wesenskern. Um aber dennoch in der irdischen Sphäre und den unteren astralen Ebenen überleben zu können, sind sie auf die ätherischen Lebensenergien ihrer Mitmenschen angewiesen.

Die vorgesehene Erkenntnisprozeß für den Menschen.
Der individuell geprägte Mensch erschienen in der Zeit, versucht sich seiner Herkunft als ewig und immerwährendes Wesen und seiner in ihm implizit und explizit wirkenden Gestaltungskräfte – sei es bewußt oder unbewußt – zu erinnern und seine ihm zur Verfügung stehenden dialektischen Erkenntniskräfte dazu verwenden, sich selbst als ewig existierendes Bewußtsein zu erkennen. Einst hat sich das zeitlose Sein der Dialektik des zeitlichen Seins ausgeliefert. Im Erscheinen der Christus-Wesenheit in Jesus vereinigte sich symbolisch sich das zeitlose Sein mit dem zeitlichen Sein.

Es ist die Aufgabe des Menschen, sich selbst als Objekt des Gefangenseins in dieser Dialektik des eigenen Selbstes (=zeitloses Sein) und andererseits sich im zeitlichen Seins seinen innersten Wesenskern wieder zu erlangen. Das Ziel der retardierenden Kräfte ist, jeden Menschen von seiner im Ursprung angelegten ewig existierenden Existenz zu entfremden und mit allen Kräften zu verhindern, das sich dieses als ewig existierendes und zeitloses Wesen erkennt (=Christus-Bewußtsein).

Nur wer stetig sich bemüht, den können wir erlösen.
Faust, zweiter Teil.