Der göttliche Weltenplan (7)


Der Weg zu neuen Ufern

Die allumfassende Schöpferkraft hat den Menschen erschaffen und ihm dadurch die Möglichkeit zur Freiheit auf allen Ebenen des Seins gegeben. Diese will aber nach dem Willen der allumfassenden Schöpferkraft erst errungen werden. Aufgrund dieser freiheitlichen Möglichkeiten auf allen Ebenen des menschlichen Seins, des Denkens (astrologisch der 3.Quadrant), des Fühlens (= astrologisch der 2.Quadrant) und des Wollens (= astrologisch der 1.Quadrant) und seiner gesellschaftlichen Realität (=astrologisch der 4. Quadrant) erschafft sich jeder Mensch aus der Vielzahl der angebotenen Möglichkeiten – zunächst unbewußt – seine im eigene Wirklichkeit. Sei es in der irdischen, der astralen, der mentalen und der sozialen Wirklichkeit.

http://www.astroschmid.ch/astrowissen/haeusersys.php

haeuse-sys astro schmidWie Rudolf Steiner in seinem grundlegendem Erstlingswerk, die Philosophie der Freiheit darlegte, kann der Lösungsansatz der menschlichen Bestimmung und der Schlüssel zur Suche nach der Wahrheit nicht darin liegen, das er sich am ständig Unbeständigen – wie dem Fühlen und Wollen orientiert. Sondern die Suche nach der Wahrheit kann aus der Sicht des Menschen nur dann erfolgreich sein, wenn er aus dem ihm angebotenen Möglichkeiten sich hin zum einzig Beständigen orientiert, der Welt des Geistes, aus der alle anderen Welten durch die geistigen Hierarchien erschaffen wurden. Das eigene Denken ist der verborgene Schlüssel zur Erkenntnis. Von der materialistischen Wissenschaft wird wissentlich das Dogma verbreitet, das die eigenen Denkprozesse nur von subjektiver Natur wären und will diese als Hirngespinste abtun. Den Beweis dafür zu bringen sie können sie leider nicht. Es ist ein grundlegendes Problem für diese Kräfte, etwas zu beweisen zu wollen, das nicht existiert. Das können sie aber nicht. Somit sind diese Kräfte gezwungen, entweder durch die vielfältigsten Illusionen oder durch das permanente Verleugnen von dieser Wahrheit abzulenken. Somit verbreiten sie weiterhin Glaubenssätze, das jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Was aber ist die geeignete Vorgehensweise?

Der Geistesforscher tritt seinem Schüler entgegen mit der Zumutung nicht glauben sollst du, was ich dir sage, sondern es denken, es zum Inhalte deiner eigenen Gedankenwelt machen, dann werden meine Gedanken schon selbst in dir bewirken, daß du sie in ihrer Wahrheit erkennst.
Rudolf Steiner

Die allumfassende Liebe der Schöpferkraft entfaltet sich strukturell nicht nur im Inneren sondern auch im äußeren Umfeld, dem sog. Schicksal jedes Menschen, sowie in der Offenbarung der materiellen Welt, dem Kosmos und der Sonne als zentraler Stern unseren Sonnensystems und seine ihm umkreisenden Planeten.

Wenn also der Mensch durch diese immer mehr sich in die irdische Sphäre hinab senkende geistige Wirklichkeit erschaffen wurde, so trägt der Mensch die Erinnerung daran ständig in sich und wird die durch seine Geburt der zeitlich ausgelösten Rhythmen und die Wechselfälle des Lebens an die ihm urgemäße Bestimmung und von den ihm selbst bisher unbewußt und bewußt erschaffenen Umstände an seine eigene geistige Urschaffenskraft erinnert.

Damit sich jeder Mensch während seiner irdischen Inkarnation an seine göttliche Bestimmung erinnert, wurde von den geistigen Hierarchien die menschliche Bestimmung (=Dharma), das menschliche Leid (=Karma) und der kosmische Raum erschaffen, sowie der geeignete Zeitpunkt von den karmischen Mächten ausgewählt, in denen sich das individuelle Geist-Seele-Wesen im Irdischen präzise die Bedingungen vorfindet, die für seine weitere Entwicklung hilfreich, bzw. notwendig sind.

Die von Anthroposophen so hoch gepriesene Fähigkeit von Rudolf Steiner in der Akasha-Chronik, dem Weltengedächtnis lesen – d.h. von der Seite des inneren seelischen Erlebens betrachten – zu können, bedarf es zumindest was die eigene Entwicklung anbetrifft – abgesehen von den historischen Geschehnissen der früheren Menschheitsentwicklung – heute keiner außergewöhnlichen geistigen Fähigkeiten mehr. In seiner Weisheit und Liebe zu all seinen Geschöpfen hat es die allumfassende Schöpferkraft ermöglicht, nicht nur die individuelle Bestimmung jedes Menschen aus seinem Geburtsradix abzulesen, sondern auch die zyklisch auftretenden und immer wiederkehrenden und die dringend notwendigen gesellschaftlichen Veränderungsprozesse, wie diese Erkenntnisse in der richtigen Art und Weise umzusetzen sind.

Gottseidank hat die allumfassende Schöpferkraft jedem Menschen auch die Fähigkeit mitgegeben, mit dem ihm innewohnenden Bewußtsein nicht nur ein Verständnis für diese notwendigen Veränderungsprozesse zu entwickeln, sondern sich auch seiner bereits entwickelten Stärken und seiner Schwächen bewußt zu werden.

Anhand des eigenen Geburtszeitpunktes und -ortes kann die eigene Vergangenheit und die Heraus-forderung in dieser Inkarnation in der jeweiligen Lebensphase abgelesen werden. Dies ist aus meiner Sicht der erste eigenständige und notwendige Schritt für alles Weitere. Ansonsten würden die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, das sich das Unbewußte weiter Raum verschafft.

Was wäre die Wahrheit, wenn sich diese nicht im alltäglichen Leben durch den in uns allen wohnenden forschenden Geist überprüfen ließe?

Die zeitlich aufeinander folgenden Wahrheitsbringer
Wolfgang DöbereinerWolfgang Döbereiner – auf fast einen Monat genau, drei Jahre nach dem Tod von Rudolf Steiner am 30.März 1925 in Dornach, am 28. Februar 1928 in München geboren – ist unbestritten der angesehenste deutsche Wegbereiter der modernen Astrologie und wurde wie Rudolf Steiner unter einer Fische-Sonne geboren. Zwar nicht wie Rudolf Steiner mit einem Skorpion-AC sondern mit einer ähnlichen Konstellation, mit dem Herrscher des Skorpions, mit Pluto am AC im Zeichen des Krebses. Da das Zeichen des Skorpions und das Zeichen des Krebses beides Wasserzeichen sind und damit über ein Trigon miteinander verbunden, lässt sich das gemeinsame Anliegen beider erkennen, nämlich die tiefgründige Suche nach der Wahrheit. Die Inkarnation von Döbereiner kurz nach dem Tode von Rudolf Steiner erklärt sich aus der Tatsache, das Pluto als der Herrscher des Skorpions erst 1930 – also fünf Jahre nach Steiners Ableben – entdeckt wurde. Es lagen deswegen zu Steiners Lebenszeit noch nicht die astronomischen und damit auch noch nicht die Grundlagen für die astrologische Interpretation vor, um zu seiner Zeit fundierte Aussagen über das Skorpion-Prinzip machen zu können. Diese Aufgabe übernahm Wolfgang Döbereiner, er löste die bisherige klassische Astrologie durch die moderne Astrologie ab. Hermann Meyer – ebenfalls eine Fische-Sonne – entwickelte als ehemaliger Seminarteilnehmer der MRL daraus die psychologische Astrologie.

Aus meiner Sicht hatte Rudolf Steiner die Aufgabe, geistige Wahrheiten zu offenbaren (=aufst. MK in Hs3) und Wolfgang Döbereiner die entgegen gesetzte Aufgabe, aus der komischen Manifestation die in ihr verborgenen geistigen Gesetzmäßigkeiten zu erkennen (=aufst. MK in Hs12). Nach dem hermetischen Prinzip läßt sich die Wahrheit auf zwei Wegen erkunden. Den geistigen Gesetzmäßigkeiten folgend absteigend in die irdische Welt hinein oder den irdischen Gesetzmäßigkeiten aufsteigend folgend in die geistigen Welten zurück.

Wenn wir uns auf der Suche nach der geistigen Wahrheit begeben, müssen nicht nur die Auswirkungen, sondern auch die kosmischen Umstände des Zeitpunktes der Geburt von Rudolf Steiner näher betrachtet werden.
Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist das astrologische Phänomen, daß der absteigende MK von Rudolf Steiner im Zeichen des Krebses liegt. D.h. seine Stärke war es, seine seherischen Erkenntnisse erst gefühlsmäßig wahr zu nehmen (=Mond als Hr9) und diese Konstellation verrät uns auch, das er mit seiner geistigen Herkunft sehr vertraut war und sich darin absolut sicher fühlte. Diese Vertrautheit auf dem geistigen Gebiet konnte er dann mit dem ihm auszeichnenden überirdischen Wahrnehmungsvermögen (=Mo als Hr9 in Hs11 im Zeichen der Jungfrau) weiter differenzieren und auf das strengste überprüfen, bevor er mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit trat (=Sa als H3 in Hs10).

Bei Wolfgang Döbereiner (=AC im Krebs) finden eine verblüffende Ähnlichkeit zu dem bei Steiner (= Spitze Hs9 im Krebs) bereits vorgefundenen Krebs-Prinzips zum Erkunden der Wahrheit. Ähnlich wie bei Steiner sind bei Döbereiner intuitive Fähigkeiten die notwendige Voraussetzung für ihr seherischen Fähigkeiten. Wenn also wie dargelegt, beiden Geistesforscher ihren seherischen Fähigkeiten das Krebs-Prinzip zugrunde liegt, so waren beide in ihrer Forschungsarbeit zwangsläufig von den Rhythmen des Mondes und damit vom Durchlauf des Mondes im eigenen Radix abhängig. Das Geheimnis des Krebs-Prinzips liegt darin verborgen, daß der Mond in ca. 28 Tagen das gesamte Radix durchläuft. Wie in einem Schnelldurchlauf oder einer Zeitrafferaufnahme, können daher sämtliche Aspekte des eigenen Radix immer und immer wieder in kürzester Zeit durchlaufen und intensiv emotional erlebt werden, sofern dies gewußt geschieht. Ähnlich wie in einer Achterbahnfahrt, lernt damit der Horoskopeigner sämtliche Höhen und Tiefen des eigenen Radix intensiv kennen und wird damit immer mehr fähig, durch das daraus gewonnenen und immer wieder durchlebten Erkenntnisse eine emotionale Intelligenz zu entwickeln, die es ihm ermöglicht, sich intuitiv mit seinem Radix ständig auseinander setzen zu können.

Rudolf Steiner01Mit der folgenden Aussage bestätigt Rudolf Steiner mit eigenen Worten den Ansatz der psychologischen Astrologie, nämlich nicht nur die Entwicklungsstufen des Krebs- (=Gefühlswelt) und des Skorpion-Prinzips (=Gedankenwelt), sondern hebt auch die Gefühlswelt über die Gedankenwelt, wenn diese entsprechend empor gehoben wird.

So wie nun der Gedanke erhoben werden kann in eine höhere Sphäre, so kann auch die Gefühlswelt in eine höhere Sphäre erhoben werden. Dasjenige, worüber wir Freude haben, was wir begehren, ist scheinbar eine niedrigere Welt als die Welt der Gedanken, aber wenn es in die höheren Regionen erhoben wird, dann steht es noch höher als der Gedanke. Das Ewige im Gefühl ist höher als der Gedanke. Wenn Sie das Gefühl emporheben zu den höheren Sphären, wie den Gedanken in der Mathematik, dann erleben Sie die zweite Wesenheit des Geistes.
Rudolf Steiner

Bei Steiner ist dies der Fall, da das Krebs-Prinzip im 9. Haus und das Skorpion-Prinzip im 1. Haus zu finden ist. Daher war seine emotionale Intelligenz besonders in den Bereichen der Philosophie und der Welterkenntnis (=Hs9) ausgeprägt, während bei Döbereiner entsprechend seiner Lebensaufgabe, in der irdischen Sphäre heraus die geistigen Wahrheiten zu entdecken, er mit einem Krebs-AC (=dem Widder-Prinzip des Fühlens ausgestattet war. Diese Wahrheit, das bei Rudolf Steiner bei all seinen seherischen Fähigkeiten die empor gehobene fühlende Komponente eine wichtige und sogar eine übergeordnete Rolle spielt, ist den wenigsten Anthroposophen bekannt. Während Rudolf Steiner die Aufgabe hatte, seine geistigen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zu offenbaren, hatte Wolfgang Döbereiner die Aufgabe, anhand des Zustandes des kosmischen Raumes und dem Ort des Erscheinens im Irdischen das individuelle Schicksal, sowie die Lebensaufgabe anhand seines Geburtszeitpunktes und des –ortes nachvollziehen zu können.

Wie bereits Goethe herausgefunden hat, ist das jede geprägte Form, die lebend sich entwickelt, dem Gesetz seiner kosmischen Bestimmung nicht entfliehen kann. Also sind damit auch alle Prozesse betroffen, die von den Menschen ausgehen, bzw. durch ihn geboren werden. Ein Beispiel dafür, das die okkulten Logen diese kosmischen Gesetzmäßigkeiten nicht nur kennen, sondern auch anwenden, ist der kriegerische Beginn beider Weltkriege. WK1 begann kurz nach dem Eintritt von Pluto in das Zeichen des Krebses, WK2 begann kurz nach dem Eintritt von Pluto in das Zeichen des Löwen.

Wie bereits in dieser Beitragsserie ausgeführt, war es nicht die Stärke von Rudolf Steiner sich generell mit Details oder mit der Hinterlassenschaft von Goethe zu beschäftigen, diese zu ordnen und Querverzeichnisse zu erstellen. Das war auch nicht seine Aufgabe. So mußte sich aus einer übergeordneten Sicht zur Ergänzung der Mission Steiners kurz nach seinem Tod eine weitere Geistesgröße inkarnieren – erkennbar mit dem IC in der Jungfrau und mit Merkur als Hr4 in Hs9 – das den von Rudolf Steiner entworfenen geisteswissenschaftlichen Überblick – im Detail ergänzte.

Ist das der Weg zu neuen Ufern, das die allumfassende Schöpferkraft einen Weg vom Geistigen kommend für viele vorbereitet hat, damit jedes individuelle Geist-Seele-Wesen einst aus der irdischen Welt den Weg findet, wieder zu dieser zurück zu kehren?

Der Globale Prädiktor wackelt

ttps://www.youtube.com/watch?v=UwZkiDL6qqA