Das Erscheinen Ahrimans (5)


Das Erscheinen Ahrimans (5)

Die gewaltigste Offenbarung der Geisteswissenschaft Steiners bezieht sich auf die wahre Natur der Wiederkunft Christi. Steiner bestand darauf, dass die physische Inkarnation Christi nur einmal geschehen konnte.

Ahriman“So wie eine Waage nur einen Balancepunkt haben kann, so kann in der irdischen Erdenentwicklung das Ereignis von Golgatha nur einmal geschehen”.

Es ist eine merkwürdige Tatsache, dass sein zweites Erscheinen zwar jetzt geschieht, dies aber den meisten Menschen nicht bewusst ist. Eigentlich ist der Begriff des “zweiten Erscheinens” im Neuen Testament nicht neu; das griechische Wort parousia bedeutet in etwa “aktive Präsenz”. Es war diese “aktive Präsenz”, die Saulus / Paulus auf dem Weg nach Damaskus erlebt hat; Paulus war das menschheitliche “Früherscheinen” des kommenden neuen Erscheinens Christis.

Parousia wurde ins Lateinisch als adventus übersetzt, das Ankunft bedeutet, somit Anlass zu der Erwartung einer physischen Ankunft Christi zu unterstützen. Der ursprüngliche griechische Begriff scheint im Einklang mit Steiners Erklärung. (Siehe Emil Bock: Paulus.) In der Tat ist das die treibende Kraft hinter dem “apokalyptischen” Geschehen in unserer Zeit.

Wie in der Offenbarung des Johannes beschrieben werden sich Himmel und Erde öffnen. Michael wirft den Drachen und seine Helferhelfer auf die Erde und der Thron von Babylon wird gestürzt – im Vorbereiten des Triumphes Christis eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Die meisten von uns sind sich dieser gegenwärtigen Wiederkunft nicht bewußt, weil es eben nicht in der sichtbaren, materiellen Welt geschieht, sondern sich in der “ätherischen” Ebene der Erde vollzieht. “Ätherische Kräfte” sind die “Gestaltungskräfte” die an der physischen Grenze zur leblosen Materie diese zum Lebendigen erhöhen.

Pflanzen, Tiere und Menschen sind von einer ätherisch, prägenden Krafthülle umgeben und wenn diese ätherischen Krafthülle den physischen Körper verlässt, wird der physische Körper wieder zur gewöhnlichen Materie; in anderen Worten, er stirbt. Die Erde als Träger eines lebendigen Wesens, hat ebenfalls eine prägende Krafthülle, die “ätherische Erde”.

Diese ätherischen Kräfte manifestieren sich vor allem in Wetterphänomenen wie der Wolkenbildung. Es ist eine falsche ahrimanische wissenschaftliche Annahme, das die Wolkenbildung nur als rein materieller Prozess des Verdunstens und der Kondensation von “Wassermolekülen” zu sehen ist, vilemehr ist dieser Prozess der Entmaterialisierung und der Wiedermaterialisierung vielmehr durch das Wirken des Ätherischen zu erklären.

Mit diesen Erklärungen können wir neue Bedeutung in den Bibelversen über die Himmelfahrt und der Wiederkunft Christi erkunden.

“Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.”
Apg I; 9

Es ist zu vermuten, dass Christus in die ätherisch prägende Krafthülle der Erde aufstieg. Und die weitere Aussage in der Apostelgeschichte

“Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen”.
Apg I; 11

bestätigt dass Christus aus den ätherischen Regionen kommend zurückkehren wird:

“Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und die ihn zerstochen haben; und werden heulen alle Geschlechter auf der Erde.”
Offenbarung. I; 7

Steiners These daß Christus nicht wieder irdisch erscheinen stimmt also mit der Bibel überein.

So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus! oder: da! so sollt ihr’s nicht glauben. 24 Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführt werden in dem Irrtum auch die Auserwählten. 25 Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt. 26 Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! so gehet nicht hinaus, - siehe, er ist in der Kammer! so glaubet ihm nicht.
Matt 24, 23-26

Im Gegenteil wird die Wiederkunft eine gewaltige Ereignis sein, nicht an einen bestimmten Ort beschränkt:

Denn gleichwie ein Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.
Matt 24;. 27

Das ätherische Geschehen ist überirdisch und nicht an die Gesetze des materiellen Raumes gebunden. Das Erscheinen Christi in der ätherischen Erde geschieht plötzlich und ist für alle zu sehen. Da sich das Erscheinen Christis im Ätherischen vollziehen wird, ist ein gewisses Maß der eigenen Empfänglichkeit erforderlich, um dieses Erscheinen Christi auf der ätherischen Ebene wahr zu nehmen.

Nur wenige Menschen in der gegenwärtigen Phase der Menschheitsentwicklung haben diese Art von Hellsichtigkeit bereits entwickelt und nur weitere Wenige können sie nur sporadisch wahrnehmen. Aber die Wiederkunft Christi beginnt erst zu wirken und die wahre Hellsichtigkeit – im Gegensatz zu der trügerischen ahrimanischen Hellsichtigkeit – wird sich der ätherische Christus sich in den kommenden Jahrhunderten sich immer mehr im menschlichen Bewußtsein offenbaren. Ahriman scheut das menschliche Bewusstsein des ätherischen Christus und kämpft gegen sein Erscheinen. Es gilt die Tatsache zu begreifen, dass Ahrinman die Menschheit auf die Stufe des Tieres hinab ziehen will

Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführt werden in dem Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten.
Matt, 24,24

Steiner weist damit auf die okkulte Tatsache hin, dass seit dem Beginn der gegenwärtigen Herrschereriode des-Erzengels Michaels seit 1879 n.Chr.der menschliche ätherische Körper immer weniger an den physischen Körper gebunden ist, wodurch die Möglichkeit neuer Hellsichtigkeit eröffnet wird. 1933 n.Chr – zwei 950-Jahres-Zyklen der Präzession der Knoten von Saturn seit der Kreuzigung und Auferstehung in 33 n.Chr. – wäre eine besonders günstige Zeit für den Beginn der weit verbreiteten Wahrnehmung des ätherischen Christus gewesen.

Luzifer läßt sich bannen durch Moralität, Ahriman läßt sich bannen durch ausgewogene Urteilskraft, Asuras-Sorat läßt sich bannen durch das Michaelsschwert im eigenen ätherischen Rückgrat.
Hermann Keimeyer