Das eigene und das gemeinschaftliche Selbst (9)


Das eigene und das gemeinschaftliche Selbst (9)

Die_NornenDie karmischen Lasten der Nochmenschen
Die allumfassende Schöpferkraft ist gerecht, denn sie  verfügt über die Weisheit und die Macht, das Schicksal jedes einzelnen Menschen in zukünftigen Erdenleben zu gestalten. Diejenigen Nochmenschen, die ihre Seele und ihren Geist an Ahriman – dem Meister der Lüge – für ein Linsengericht verkaufen, glauben durch ihre unterwürfige Selbstverleugnung ihres eigenen Gewissens während ihrer irdischen Lebenszeit derzeit noch daran, diese Geisteswesenheit betrügen zu können. In Wirklichkeit steigen diese Kräfte auf der nach unten offenen Skala wider der Weiterentwicklung des Menschseins weiter ab.

Was haben diese unterirdisch wirkenden Kräfte dafür willentlich in Kauf genommen?
Bereits der Versuch sich der karmischen Lasten der derzeit destruktiv handelnden Nochmenschen zu besinnen, die für das derzeitige menschen-verachtende Weltgeschehen verantwortlich sind aus menschlicher Sicht unvorstellbar. Ohne der Liebe, der Weisheit und der Gnade der allumfassenden Schöpferkraft vorgreifen zu wollen, die karmischen Lasten derer, die ohne irgendwelche Skrupel seit Jahrtausenden das Menschheitsgeschehen für ihre rein egoistischen Machtinteressen nutzen ist aus menschlicher Sicht unvorstellbar, aber aus geisteswissenschaftlicher Sicht gesehen durchaus real.
Diese Kräfte stehen nicht nur mit dem Rücken zu ihrer selbst errichteten karmischen Wand, sie haben sich freiwillig darin eingemauert. Sie wissen um die Konsequenzen ihrer Machenschaften und ihres eigenes Tuns. Denjenigen, die nicht wußten was sie taten konnte vor 2000 Jahren noch vergeben werden. Seit dem Beginn des Bewußtseinsseelenzeitalters ist diese Voraussetzung entfallen.

Da diese Nochmenschen die allumfassende Schöpferkraft nicht betrügen können, versuchen sie ihr verbrecherisches und menschenverachtendes Unwesen gegenüber denjenigen weiter fort zu setzen, die dem aufsteigenden Pfad der menschlichen Entwicklung folgen. Diese Nochmenschen stecken deswegen in einem aussichtslosen Dilemma das sie selbst verursacht haben. Wenn sie Ichlose Menschen sind und über kein Ich.Bewußtsein verfügen, können sie sich lt. Steiner auch nicht reinkarnieren. Sollten sie trotz allem noch ein ICH-Bewußtsein besitzen, steht ihnen in ihren zukünftigen Erdenleben oder in den Geistesebenen die verhängnisvolle Reaktion des Gesetzes des Ausgleichs bevor.

Denken Sie nur einmal, daß, wenn wir ins Griechentum zurückgehen, man möchte sagen, der volle Leib ja von der vollen Menschenseele ausgefüllt wird, daß das eine sich mit dem andern vollständig deckt und daß das heute nicht mehr der Fall ist. Es bleiben die Leiber bis zu einem gewissen Grade leer. Ich will nicht im abträglichen Sinne von den leeren Köpfen sprechen; die bleiben leer, das ist einmal so in der Entwickelung. Aber leer bleibt in Wirklichkeit nichts in der Welt. Es bleibt etwas nur leer von einem gewissen Etwas, das in anderer Zeit zur Ausfüllung bestimmt war. Ganz leer bleibt eigentlich nichts. Und indem der Mensch immer mehr und mehr seine Seele von dem Leiblichen zurückzieht, wird dieses Leibliche immer mehr und mehr der Gefahr ausgesetzt, von anderem angefüllt zu werden. Und wenn sich die Seelen nicht dazu bequemen wollen, Impulse aufzunehmen, die nur aus dem spirituellen Wissen kommen können, dann wird der Leib angefüllt von dämonischen Gewalten. Diesem Schicksal geht die Menschheit entgegen, daß die Leiber angefüllt werden können von dämonischen Gewalten, von ahrimanisch-dämonischen Gewalten. Denken Sie, daß zu dem, was ich gestern über die Zukunftsentwickelung gesagt habe, hinzukommt, daß man in der Zukunft Menschen wird erleben können: sie sind der Hans Kunz äußerlich im bürgerlichen Leben, weil die sozialen Zusammenhänge es so ergeben, aber der Leib ist so weit leer, daß ein starkes ahrimanisches Wesen drinnen wohnen kann. Man wird begegnen können ahrimanisch- dämonischen Wesenheiten. Der Mensch wird nur scheinbar der Mensch sein, der er ist. Die Individualität, die ist sehr, sehr innerlich, und äußerlich tritt einem ein ganz anderes Bild entgegen.
Rudolf Steiner

An einer anderen Stelle verdeutlicht Rudolf Steiner diese Thematik weiter:

…aber im Ganzen ist es schon darin richtig, das in unserer Zeit eine Art überzähliger Menschen erscheinen, die Ichlos sind, die keine Menschen in Wirklichkeit sind. Das ist eine furchtbare Wahrheit. Sie gehen herum, sind keine Inkarnation eines Ich, werden hereingestellt in die physische Vererbung, bekommen Ätherleib und Astralleib, werden in gewissem Sinne innerlich mit ahrimanischen Bewusstsein ausstaffiert, machen den Eindruck von Menschen, wenn man nicht genau hinsieht. Aber sie sind nicht im vollen Sinne des Wortes Menschen. Das ist eine schreckliche Wahrheit, das ist aber vorhanden, das ist eine Wahrheit. Und direkt auf solche Menschen weist der Apokalyptiker hin, wenn er in der fünften Posaunenepoche von der Heuschreckenplage spricht. Und man kann ihn wiedererkennen, den Apokalyptiker, in seinem Schauen, denn in ihrem astralischen Leib erscheinen solche Menschen durchaus so, wie sie der Apokalyptiker da beschreibt: astralische Heuschrecken mit Menschengesichtern…. Ein Drittel der Menschen, so wird ausgeführt wird getötet. Das geschieht natürlich erst im Laufe der Zeit, aber mit dem >>Töten>> ist hier gemeint dieses Nichtvorhandensein des Ich in denjenigen Menschen, die schon vorher vorbereitet worden sind durch die Heuschreckengestalt.

Vortrag von Rudolf Steiner am 17.September 1924 in Dornach: Posaunenstöße und Heuschreckenmenschen

Die in ihrer aberwitzigen Wahnvorstellung Gefangenen, eine veraltete Weltordnung am Beginn des Wassermannzeitalters errichten zu wollen und deren Helfershelfer sehen sich in ihren zukünftigen Inkarnationen dem Wirken einer außerirdischen und unfehlbaren Gerechtigkeit der allumfassenden Schöpferkraft ausgeliefert, in der sie jedem einzelnen der Millionen Geist.Seele.Wesen aus karmischer Sicht das Leid korrigieren müssen und nicht können, das sie ihnen angetan haben. Dieses Leid umfaßt das Inszenieren von Kriegen, das millionenfache willentliche Töten ihrer Mitmenschen, das finanzielle Ausbeuten ganzer Völker, das weltweite Verbreiten von Lügen im Sinne ihrer unmenschlichen Verbrechen, die permanente Hetze gegen die Freiheit des Denkens, das systematische Zerstören der natürlichen Lebensgrundlagen, das Ausbeuten fast der gesamten Weltbevölkerung durch ein Schuldgeldsystem, der globalen Verbreitung von Angst und Schrecken und nicht zuletzt der Mißbrauch ihrer finanziellen und militärischen Macht um die Staaten ihrer Eigenständigkeit zu berauben, die sich nicht ihrem Willen beugen wollen.

Glauben diese Nochmenschen in dem Bemühen in ihrer jetzigen Inkarnation anderen die Hölle auf Erden zu bereiten tatsächlich daran, das sie in ihren nächsten Inkarnationen eine menschenwürdige Zukunft vorfinden werden?

Diese Geist.Seele.Wesen – wenn sie jemals welche waren? – hätten aus der Sichtweise einer göttlichen Gerechtigkeit in den vor ihren liegenden Millionen von Inkarnationen aus karmischer Sicht eine Schuld unvorstellbaren Ausmaßes gegenüber jeden Einzelnen, denjenigen abzutragen, denen sie unvorstellbares Leid zugefügt haben. Trotz alle dem sind sie nicht willens ihr eigen erzeugtes karmisches Ungleichgewicht abzutragen, sondern es weiter zu verstärken.

Diese Nochmenschen und ihre Helfershelfer auf der irdischen Ebene hinterlassen eine breite Spur eines unvorstellbares Ausmaßes der Zerstörens und des menschlichen Leidens. Sind sie in der Lage dazu, getötete Menschen zu neuem Leben zu erwecken? Sind sie in der Lage allen Schaden des unermeßlich menschlichen Leides rückgängig zu machen? Sind sie in der Lage, das Leid das sie ihren Mitmenschen angetan haben, in Lebensfreude zu verwandeln? Diese unmenschlich organisierten Kräfte sind nicht einmal dazu in der Lage einen einzigen lebendigen Grashalm aus dem Nichts zu erschaffen.

Sie sind dazu deswegen nicht in der Lage, weil es ihrer Einsicht bedürfen würde, das durch das Geschenk der allumfassenden Schöpferkraft der eigenen Freiheit des Geistes und der Freiheit des eigenen Willens sie einer geistig retardierenden Wesenheit auf der Stufe der Archai (=drei Stufen über dem Menschen) verfallen sind. Von der Droge ihrer von Ahriman verliehenen irdischen Macht besessen sind sie doch nichts anderes als willfährige Handlanger dieser geistigen Wesenheit zu sehen.

Es würde der Einsicht dieser zerstörerischen Kräfte bedürfen, das das Gesamtszenario des Weltenalls durch die allumfassende Schöpferkraft erschaffen wurde. Es würde der Einsicht der zerstörerischen Einsicht bedürfen, das sie nur zerstören und nichts aufbauen können. So sehen sich diese Kräfte in einem sehr fortgeschrittenen Stadium auf dem Wege ihres eigenen Selbstzerstörens mit der drohenden Gefahr des Rückfalls des eigenen ICH-Bewußtseins in eine frühere Stufe des vormenschlichen Entwicklungsstadiums konfrontiert.

Da diese Kräfte derzeit alles aufbieten um alle seit Jahrtausenden lebendig gewachsenen Strukturen – von ihrer krankhaften Gier nach der absoluten Weltherrschaft getrieben – alles bisher Gewachsene zu zerstören, wird ihnen sehr wahrscheinlich von der allumfassenden Schöpferkraft dieser Wunsch nicht verwehrt werden können, diesen auf einer Ebene – sei es in der irdischen oder in den geistigen Welten – ausleben zu können, die ihnen angemessen ist.

Diese an ihrer zunehmend zerfallenden irdischen und an ihre militärische und finanzielle Macht sich verzweifelt klammernden Kräfte werden das kommende Zeitalter des Wassermanns nicht verhindern können, sondern nur durch ihre vergeblichen Bemühungen diesen Bewußtseinswandel aufzuhalten, die Bewußtseinsentwicklung der gesamten Menschheit fördern.

Akasha-Chronik versus Serverfarmen
Was wir derzeit als fortschreitendes Instrument der Globalisierer wahrnehmen können ist, das diese versuchen, das immerwährende geistige Weltengedächtnis der Akasha-Chronik auf der irdischen Ebene nachbilden zu wollen. In riesigen Serverfarmen wird weltweit alles gespeichert, was elektronisch zu speichern ist. Jeder Mausklick, jede email, jedes Telefonat, das gesamte Internet. Jedes Handy ist eine Wanze, die immer eingeschaltet ist. Die totale Überwachung jedes Einzelnen war schon immer das Kennzeichen jeden totalitären Regimes. Orwell hat zu kurz gegriffen, es ist nicht mehr ein einzelner Staat, die totale Überwachung umfaßt bereits die gesamte irdische Welt. Dies ist das Werk des Antichristen, der im Gegensatz zu Jesus Christus – der alle Schulden der Welt auf sich genommen hat – alle irdischen Möglichkeiten dazu benutzt die gesamte Menschheit weiter in seiner irdischen Gefangenschaft zu halten.

Warum ist das Vergeben heute so dringend notwendig?
Das Vergeben ist eine seelische Reinigung. Es befreit die individuelle Seele von den karmischen Lasten, die es selbst während vieler Inkarnationen aufgehäuft hat. Es ist einerseits ein Opfer durch den Verzicht auf die eigene Selbstgerechtigkeit durch äußerlich erfahrenes Unrecht und andererseits eröffnet es jeder Seele die Möglichkeit das von ihr selbst begangene Unrecht zu bereuen. Denn mit dem Eintritt in das irdische Leben werden in unserem Bewußtsein all unsere Erinnerungen an frühere Leben gelöscht.

Wir erleben derzeit eine Zeitqualität in der einigen unter uns das Opfer des Verzichtes auf Selbstgerechtigkeit besonders schwer fallen mag. Deswegen trägt in diesen Zeiten1) der Verzicht auf die eigene Selbstgerechtigkeit besonders dann reiche Früchte, wenn man sich trotz all der derzeit persönlichen Vorbehalte und widerwärtigen Bedingungen zum Vergeben entschließen kann. Wo wäre denn die Gerechtigkeit besser aufgehoben als in dem allumfassenden Geiste, der in seiner unermeßlichen Liebe, Gnade und Weisheit nicht nur das gesamte Weltenall sondern auch uns alle erschaffen hat?

Die allgemein bekannte griechische Übersetzung des Vaterunsers enthält aus meiner Sicht zu viele Widersprüche und Ungereimtheiten. Vielleicht werde ich in einem späteren Beitrag auf diese eingehen. Deswegen hier das esoterische Vaterunser von Rudolf Steiner das unsere Zukunft gestalten soll:

Vater, der du warst, bist und sein wirst in unser aller innerstem Wesen!
Dein Wesen wird in uns allen verherrlicht und hochgepriesen.
Dein Reich erweitere sich in unseren Taten und in unserem Lebenswandel.
Deinen Willen führen wir in der Bestätigung unseres Lebens so aus,
wie du, o Vater, ihn in unser innerstes Gemüt gelegt hast.
Die Nahrung des Geistes, das Brot des Lebens,
bietest du uns in Überfülle in den wechselnden Zuständen unseres Lebens.
Lasse Ausgleich sein unser Erbarmen an anderen für die Sünden an unserem Wesen begangen.
Den Versucher lässt du nicht über das Vermögen unserer Kraft in uns wirken,
da in deinem Wesen keine Versuchung bestehen kann;
denn der Versucher ist nur Schein und Täuschung, aus der du, o Vater,
uns durch das Licht deiner Erkenntnis sicher herausführen wirst.
Deine Kraft und Herrlichkeit wirke in uns in die Zeitläufe der Zeitläufe.

Peter Selg: Das Vaterunser in der Darstellung Rudolf Steiners, Verlag freies Geistesleben, Stuttgart 2009, S. 43f

Die rückwärtige Interpretation des Vaterunsers zeitigt die selbsterzeugten Umstände, die uns noch in der Gegenwart gefangen halten wollen:

Amen
Es walten die Übel
Zeugen sich lösender Ichheit
Von andern erschuldete Selbstheitsschuld
Erlebet im täglichen Brote
In dem nicht waltet der Himmel Wille
Indem der Mensch sich schied von Eurem Reich
Und vergaß Euren Namen
Ihr Väter in den Himmeln.

s. o. S. 61

Die Bitte um Vergebung im griechischen Vateruner, bzw. die Bitte um Ausgleich bedeutet aber nach nicht automatisch, das das damit verbundene Karma gelöscht wird. Es überträgt die Abwicklung des Karmas auf die höchste geistige Karmainstanz, auf die in uns allen wirkende Christuskraft. Denn im Gegensatz zur willfährigen irdischen Gerechtigkeit hält sich die allumfassende Schöpferkraft konsequent an die von ihr selbst erschaffenen Gesetzmäßigkeiten.

Das Vaterunser in der aramäischen Sprache, der Sprache von Jesus:

Oh Du, atmendes Leben in allem,
Ursprung des schimmernden Klanges.
Du scheinst in uns und um uns,
selbst die Dunkelheit leuchtet,
wenn wir uns erinnern.
Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen,
bei dem wir nur Dich fühlen
 und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.
Lasse Deinen Rat unser Leben regieren
und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung.
Möge der brennende Wunsch Deines Herzens
Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.
Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen:
das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.
Löse die Stränge der Fehler, die uns binden,
wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.
Lasse oberflächliche Dinge uns nicht irreführen,
sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.
Aus Dir kommt der allwirksame Wille,
die lebendige Kraft zu handeln,
das Lied, das alles verschönert
und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.
Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen!
Mögen sie der Boden sein,
aus dem alle meine Handlungen erwachsen.
Besiegelt im Vertrauen und Glauben.
Amen.

Mitteleuropas Bestimmung zu verhindern gleicht dem Versuch den Gang der Menschheitsentwicklung aufzuhalten. Was immer seine Feinde unternehmen, am Ende werden sie scheitern.
Rudolf Steiner.

 

1) Astrologische Anmerkung:

Wir befinden uns derzeit in einer ähnlichen Situation wie zu Beginn der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts. Pluto befindet sich in Opposition zur damaligen Konstellation. Die Umlaufzeit von Pluto beträgt 249 Jahre. Bedingt durch die exzentrische Umlaufbahn von Pluto tritt die Oppostion bereits ca. nach 84 Jahren auf. Die heutige Situation gleicht der damaligen in vielfacher Hinsicht, nur die Vorzeichen sind vertauscht.